Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Gesundheitliche Chancengleichheit

Dass es einen Zusammenhang zwischen der sozialen Lage und dem Erkrankungsrisiko eines Menschen gibt, ist heute unbestritten. Zu den so genannten vulnerablen (vulnerabel = verwundbar) Personengruppen zählen insbesondere Ältere, Arbeitslose, Alleinerziehende, Personen mit Migrationsgeschichte Menschen mit Beeinträchtigungen sowie Kinder und Jugendliche aus sucht- oder psychisch belasteten Familien. Gemeinsam ist ihnen, dass sie aufgrund ihrer jeweiligen Lebenssituation erhöhten gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind.  

Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit in der Kommune

Um gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern, setzt die KGC Rheinland-Pfalz an der kommunalen Gesundheitsförderung an. Hier können alle Bürgerinnen und Bürger direkt erreicht werden, und zwar unabhängig von Herkunft, Alter, Einkommen oder anderen Faktoren. Programme und Maßnahmen sollen zielgruppengerecht und niedrigschwellig sein, mögliche Barrieren reduzieren und die Betroffenen einbeziehen – etwa durch den Einsatz von Leichter Sprache oder das Hinzuziehen vertrauter Personen in die Informationsvermittlung.

Beispiele aus der Praxis

Die LZG koordiniert das landesweite Projekt „Dabei sein bewegt!“. Sie bildet Bewegungsbegleiterinnen und -begleiter aus, die anschließend kostenfreie Bewegungsangebote für ältere Menschen anbieten.

Informationen zu „Dabei sein bewegt!“

Die Handlungsempfehlungen bieten Kommunen Unterstützung bei der Frage, wie vulnerable Zielgruppen in ihren Lebenswelten angemessen adressiert werden sollten. Sie zeigen beispielsweise auf, welche Faktoren die Inanspruchnahme gesundheitsförderlicher und präventiver Angebote bei vulnerablen Zielgruppen hemmen bzw. fördern. Zudem werden Vorgehensweisen bei der Entwicklung neuer Maßnahmen und zielgruppenspezifische Strategien zu deren Umsetzung vorgestellt.

Handreichung Handlungsempfehlungen, 2018
Strategien der Erreichbarkeit vulnerabler Gruppen in der Prävention und Gesundheitsförderung in Kommunen

Die Praxisdatenbank des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit bietet die größte bundesweite Übersicht über Angebote und Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention für Menschen in schwieriger sozialer Lage. Sie eignet sich zum Recherchieren von Adressen und entsprechenden Projekten. Darüber hinaus können Akteurinnen und  Akteure unter Mein Angebot ihre eigene Arbeit darstellen.