Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Sexuell übertragbare Infektionen gehören nicht der Vergangenheit an

Chlamydien, Humane Papillomaviren (HPV), Tripper (Gonorrhoe), Syphilis, Trichomonaden, Hepatitis B und Herpes gehören neben HIV zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (Sexually Transmitted Infections, STI) in Deutschland. Syphilis- und Gonorrhö-Fälle nehmen seit mehreren Jahren zu. Chlamydien gehören zu den am weitesten verbreiteten STI.

STI sind leichter und auch auf anderen Wegen als HIV übertragbar, z.B. durch Schmierinfektionen, Küssen oder Oralsex. Kondome sind wichtig, schützen allerdings nicht vor allen STI.

Folgen von STI

Unbehandelt können STI schwerwiegende Auswirkungen haben. Zudem machen sie den Körper anfällig für andere Infektionen. Personen mit STI haben ein deutlich erhöhtes Risiko, sich mit HIV zu infizieren. Umgekehrt tragen auch HIV-Infizierte ein erhöhtes Risiko, sich mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken. Bei Menschen mit HIV, die sich gleichzeitig z.B. mit Syphilis infiziert haben, kann sich der HI-Virus schneller ausbreiten und AIDS schneller zum Ausbruch kommen. Beide Erkrankungen können sich gegenseitig im Verlauf ungünstig beeinflussen.

STI können, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden, bei vorher gesunden Menschen Schädigungen des zentralen Nervensystems oder Unfruchtbarkeit hervorrufen. Daher ist eine Vorbeugung gegen STI und die frühzeitige Behandlung einer Infektion von größter Bedeutung.

Jugendliche rechtzeitig informieren

Da zu einem gesunden Aufwachsen auch die sexuelle Gesundheit gehört, ist die Aufklärung Jugendlicher über die verschiedenen sexuellen Ansteckungsgefahren eine wichtige Aufgabe. Die LZG widmet sich dieser Aufgabe z.B. im Rahmen der landesweiten Schulpräventionswoche zu HIV/AIDS und STI. Ihr Ziel ist es, Jugendliche und junge Erwachsene für das Thema „sexuelle Gesundheit“ zu sensibilisieren und darüber zu informieren, wie eine möglicherweise folgenschwere Infektion mit dem HI-Virus oder anderen sexuell übertragbaren Erregern vermieden werden kann.

In Zusammenarbeit mit einer Selbsthilfegruppe HIV-Betroffener wurden Videos zum Thema sexuelle Gesundheit und HIV/AIDS mit dem bekannten YouTuber Mirko Drotschmann alias „MrWissen2go“ produziert.