Resilienz stärken in der Lebensphase 60plus
LZG qualifiziert Engagierte für Workshops in den Kommunen
Wie gehen Menschen mit dem Übergang in den Ruhestand, mit der Pflege von Angehörigen oder mit veränderten sozialen Beziehungen um? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer zweitägigen Schulung in Mainz, zu der die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) eingeladen hatte. 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Rheinland-Pfalz wurden zu Resilienzbotschafterinnen und Resilienzbotschaftern für die Lebensphase 60plus qualifiziert und werden künftig Workshops anbieten.
„Resilienz, also die psychische Widerstandskraft eines Menschen, ist keine angeborene Eigenschaft, sondern lässt sich in jedem Alter stärken. Genau darum ging es in unserer Schulung", erklärt Susanne Herbel-Hilgert, Geschäftsführerin der LZG. „Resilienz ist eine Ressource, die gerade in einer von tiefgreifenden Veränderungen geprägten Lebensphase wertvoll ist. Die künftigen Botschafterinnen und Botschafter haben ein bewährtes Konzept und konkrete Übungen kennengelernt und bringen diese nun mit großer Motivation in ihre Kommunen."
Wissen und Übungen für die Praxis
Im Zentrum der Schulung stand die praxisnahe Auseinandersetzung mit dem Konzept der Resilienz und mit typischen Belastungssituationen im jungen Seniorenalter. Wissenschaftlich fundierte Einblicke bot ein digitaler Gastbeitrag von Dr. Katharina Geschke von der Zentralen Forschungseinrichtung für psychische Gesundheit im Alter (ZpGA) der Universitätsmedizin Mainz. Thema des Vortrags waren psychische Erkrankungen im Alter. Am zweiten Tag erprobten die Teilnehmenden Resilienzübungen zu drei zentralen Themen der Lebensphase 60plus: Übergang in den Ruhestand, Pflege von Angehörigen sowie Gestaltung sozialer Kontakte. Zudem schulten sie ihre Fähigkeit, Gruppen auch in turbulenten Momenten sicher zu moderieren und lernten organisatorische Grundlagen für die Durchführung eigener Angebote kennen.
Erste Workshops starten im Landkreis Mainz-Bingen
Nach Abschluss der Schulung können die neu ausgebildeten Resilienzbotschafterinnen und -botschafter eine Reihe von drei zweistündigen Workshops anbieten. Darin vermitteln sie Menschen im jungen Seniorenalter alltagstaugliche Techniken zur Stärkung der inneren Widerstandskraft und zeigen Wege auf, seelisch gesund und belastbar zu bleiben. Zugleich regen sie zu Austausch, Gemeinschaftsbildung und gegenseitiger Unterstützung an. Die ersten regionalen Workshops sind schon in Planung und werden Mitte Oktober starten – zunächst in Friesenheim im Landkreis Mainz-Bingen.
Die Multiplikatorenschulung ist Teil des Projekts „Gesundheit für alle!“ der LZG und wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz.
Nähere Informationen zum Projekt
Ansprechpersonen in der LZG:
Dr. Martina Gabrian, 06131 2069-32, mgabrian@lzg-rlp.de
Annika Kersting, 06131 2069-67, akersting@lzg-rlp.de
V.i.S.d.P. Susanne Herbel-Hilgert, Geschäftsführerin
©Thomas Böhm
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