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Darmkrebs in der Familie: Darüber reden kann Leben retten

Ausstellung informiert im Jobcenter Ludwigshafen über familiären Darmkrebs

Noch bis zum 23. Juni 2026 ist im Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen die Wanderausstellung „Familiärer Darmkrebs: Früh informiert – besser geschützt.“ zu sehen. Die Ausstellung wurde von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) gemeinsam mit der Stiftung LebensBlicke entwickelt und richtet sich an Kundinnen, Kunden und Mitarbeitende des Jobcenters sowie der Agentur für Arbeit.

Das Jobcenter bietet einen besonders geeigneten Rahmen für die Ausstellung: Hier erreicht das Angebot viele Menschen im Alltag und ermöglicht einen einfachen Zugang zu wichtigen Gesundheitsinformationen. Wie groß das Interesse am Thema ist, zeigte bereits die Einführung in die Ausstellung. Prof. Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, beantwortete zahlreiche Fragen, unter anderem zu familiären Vorbelastungen, zu Darmpolypen als möglichen Vorstufen von Darmkrebs sowie zu Möglichkeiten, die Darmgesundheit durch einen gesunden Lebensstil zu fördern.

Mit rund 55.000 Neuerkrankungen pro Jahr gehört Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Etwa 30 Prozent der Fälle stehen mit einer familiären oder erblich bedingten Vorbelastung in Zusammenhang. Vielen Menschen ist dieses erhöhte Risiko jedoch nicht bewusst. Die Ausstellung möchte deshalb dazu ermutigen, in Familien offen über Darmkrebs zu sprechen und Vorsorgeangebote rechtzeitig wahrzunehmen.

Im Mittelpunkt stehen lebensgroße Figuren einer fiktiven Familie, deren Geschichten zeigen, welche Auswirkungen Darmkrebs auf Betroffene und Angehörige haben kann. Ergänzt wird die Ausstellung durch Roll-ups sowie per QR-Code abrufbare Interviews mit Fachleuten und Betroffenen.

Die Stiftung LebensBlicke setzt sich seit 1998 bundesweit für die Darmkrebsvorsorge ein. Sie weist darauf hin, dass viele Darmkrebsfälle durch Aufklärung, die Nutzung von Vorsorgeuntersuchungen sowie einen gesunden Lebensstil verhindert werden könnten. Ballaststoffreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung, die Vermeidung von Übergewicht sowie der Verzicht auf Tabak und Alkohol zählen zu den wirksamsten Schutzfaktoren. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Darmkrebsvorsorge – Stuhltest oder Darmspiegelung – ab dem 50. Lebensjahr. Bei familiärer Vorbelastung oder medizinischer Notwendigkeit können Untersuchungen auch früher erfolgen.

Die Entwicklung der Wanderausstellung wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz sowie von der BARMER gefördert. Der Verleih an Institutionen in Rheinland-Pfalz wird durch das Ministerium unterstützt und ist kostenfrei. Informationen zur Ausleihe sind auf der Website der LZG www.lzg-rlp.de zu finden.

Ausstellungsort
Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen
Raum B14
Berliner Straße 23a
67059 Ludwigshafen

Die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten des Jobcenters für Kundinnen und Kunden der Agentur für Arbeit und des Jobcenters zugänglich.

V.i.S.d.P. Susanne Herbel-Hilgert, Geschäftsführerin

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